Raubfischangeln am Volkerak

Im August 2014 war es endlich so weit. Nachdem wir das Boot getrailert hatten machten wir  uns auf den Weg nach Westen in Richtung Holland zum Raubfischangeln an den Volkerak.

Traumrevier Volkerak für Großbarsch, Hecht und Zander

Der Volkerak in Holland ist unter den Raubfischanglern Europas ein bekanntes und geschätztes Gewässer, das regelmäßig von Profianglern und Guides wie Dietmar Isaiasch, Stephan Gockel, Bertus Rozemeijer oder auch von Uli Beyer befischt wird. Viele ihrer Großfische, egal ob Barsch, Hecht oder Zander, stammen aus diesem Gewässer im Rhein-Delta Hollands. Der angrenzende Hollands Diep und Haringvliet sind  in der Raubfischszene Hollands und Deutschlands ebenfalls zwei bekannte Raubfischgewässer. Bedingt durch wenige Möglichkeiten das Boot zu slippen ist der Befischungsdruck am Volkerak geringer als an den anderen beiden Gewässern. Hat man es aber endlich geschafft mit dem eigenen Boot – einen Bootsverleih gibt es nicht – auf das Gewässer zu kommen, hat man beste Chancen auf Großbarsch, Meter-Hechte und ordentliche Zander.

Sonnenuntergang am Volkerak.

Sonnenuntergang am Volkerak.

Das Angeln wiederum gestaltet sich am Volkerak als äußerst schwierig. Ausgedehnte Flachwasserzonen und Naturschutzgebiete – ein traumhaftes Naturpanorama mit unzähligen Vogelarten – sind weder zu Befischen noch mit dem Boot zu Befahren. Darüber hinaus bläst ein starker Wind mit teilweise heftigen Böen von der nahen Nordsee auf die riesige Wasserfläche. Selbst geübte Bootsfahrer haben ihre Probleme, vor allem beim Vertikalangeln auf Zander, das Boot auf Kurs zu halten. Hat man sich mit diesen Gegebenheiten angefreundet – es bleibt dem Angler auch nichts anderes übrig – entschädigt der Volkerak mit Traumfischen.

Nun zu unserem Trip 2014:

Wir hatten eine Woche in einer nahe gelegenen Ferienanlage gebucht die einen Zugang zum Wasser besitzt. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: wir konnten das Boot abends „im Garten“ abstellen und uns blieb das morgendliche und abendliche Slippen an der einzigen und daher der meist stark frequentierten Slippanlage erspart.

Schleppangeln auf alle Raubfische mit verblüffendem Ergebnis

Über den ganzen Angeltrip lag ein starker Wind auf dem Gewässer der dazu führte, das es an einigen Tagen unmöglich war gezielt vertikal auf Zander zu angeln. Das Vertikalangeln war nur weinige Stunden überhaupt möglich und brauchte uns in dieser kurzen Zeit ein paar schöne Hechte und vereinzelte Zander. Es zeichneten sich während der Sonnenstunden der Keitech Fat Swing Impact in Sexy Shad und Daiwa Tournament DSwim in Pro Green – beide mit Glitterpartikeln – als die erfolgreichsten Gummifische aus.

Toller Barsch von 45cm Länge aus dem Volkerak.

Toller Barsch von 45cm Länge aus dem Volkerak.

Durch die starken Winde gestaltete sich neben dem Vertikalangeln selbst das Wurfangeln mit Gummifischen als problematisch. War es jedoch möglich konnten tolle Hechte gelandet werden. Darüber hinaus auch große Barsche jenseits von 44cm. War ein typischer Hotspot für Barsch gefunden z.B. eine Schleuseneinfahrt oder eine Untiefe konnten teilweise 5 bis  6 Barsche über 44cm innerhalb kürzester Zeit gefangen werden. Diese bissen sowohl auf Gummifische als auch Crankbaits aus der Japan-Schmiede Megabass.

Eigentlich wollten wir den Fokus auf das Vertikalangeln und das Wurfangeln mit dem Gummifisch legen. Da aber, wie oben schon mehrfach angesprochen, der Wind und die Trift zu stark waren, war eine Vielzahl der Tage nur Schleppangeln möglich. Das hatte natürlich zum Vorteil, dass wir ordentlich „Strecke“ machen konnten und viele Gebiete des riesigen Gewässers abangeln konnten. Fanden wir einen Hotspot oder standen mehrere Fische an einem solchen Platz fischten wir diesen zusätzlich vertikal oder mit der Gummifischrute ab.

 

Spuren von Hechtzähne im Team Cormoran Belly Diver N.

Spuren von Hechtzähne im Team Cormoran Belly Diver N.

Verblüffender Weise fingen wir Fische ausnahmslos – ja wirklich ausnahmslos!– geschleppt nur auf einem Wobbler: Den Team Cormoran Belly Diver N. Am Morgen brachten die Schockfarben Lime Perch und Fire Tiger die größte Anzahl der Fische. Den Tag über verteilt die natürlichen Farben des Team Cormoran Belly Diver N wie Rainbow Perch, Green Shiner oder Rusty Transparent. Dieser Wobbler traf scheinbar genau die Wassertiefe in der sich sowohl Hecht, Zander und Barsch aufhielten bzw. fraßen. Der Belly Diver N von Team Cormoran stellte sich als hervorragender Schleppwobbler aus und stach weitaus teurere Modell aus – und das für nur 6,90€. Die neuen Farben im Real Fish-Design von Cormoran werden sicherlich ebenfalls interessant zum Schleppen sein.

 Daiwa Ruten und Rollen Test

Über den ganzen Trip hinweg fischten wir außer der Vertikalrute mit Daiwa Ruten und Rollen. Mit Gummifisch und Wobbler ging es den Barschen, Zandern und Hechten mit der Daiwa Infinity Q Spin in 2.40m und einem Wurfgewicht von 40-70g an die Schuppen. Neben dem klassischen Gummifischangeln diente die Daiwa Rnessa Spin 20-50g auch als Schlepprute. Für das Fischen mit Crankbaits die Daiwa Generation Black Twitchin Stick. Gefischt wurden die Ruten mit Daiwa Rollen wie der Daiwa Certate 3000, Lexa 3000 und Bradia 2502. Die Daiwa Viento Baitcastrolle ist europaweit bekannt als „die Vertikalrolle“ schlechthin. Als Schnur diente ausnahmslos die Daiwa Tournament 8 Braid in Durchmessern zwischen 0.08mm und 0.16mm.

Fazit: Das Raubfischangeln am Volkerak in Holland ist sehr schwierig aber absolut reizvoll. Da in der Regel Catch&Release betrieben wird – der Hecht ist sowieso ganzjährig geschützt – können die Raufische zu tollen Größen abwachsen von denen viele Angler in Deutschland nur träumen können. Der Volkerak ist immer für einen Personal Best Fisch gut.

Wir fingen über 90 Hechte, 7 Zander und unzählbare Barsche, davon eine zweistellige Anzahl über 44cm. Für uns ist eines klar: wir kommen wieder!

Toller Hecht gefangen mit dem daiwa Tournament DSwim Gummifisch in der Farbe Pro Green.

Toller Hecht gefangen mit dem daiwa Tournament DSwim Gummifisch in der Farbe Pro Green.

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